traveling
Kommentare 1

Café Rotkehlchen und MeiWok in Köln

Koeln

Irgendwann mit Mitte 30 stellt man so fest, dass man eben einfach nicht jünger wird. Nicht, dass mir das jetzt irgendwie Schwierigkeiten bereiten würde. Im Gegenteil: ich fühle mich genau richtig da, wo ich gerade bin. Kein Grund zum Klagen also. Wenn da nicht diese kleinen Zipperlein wären, die doch tatsächlich so langsam aber sicher auftauchen.

Bei mir ist das der Rücken, der mir seit einer Weile schon immer wieder üble Streiche spielt. So schlimm, dass ich zeitweilig das Gefühl habe, meine untere Lendenwirbelsäule und mein Tränenkanal sind siamesische Zwillinge. Sitzen, liegen, vorbeugen, aufstehen und meine Schleusen sind offen. Ich glaube ja fest daran, dass alles miteinander verbunden ist und finde es nicht abwegig, dass das seelische Gleichgewicht die körperliche Gesundheit in nicht unerheblichem Maße beeinflusst. Das müssen gar keine aktuellen Themen sein, die einen da belasten, denn wenn es danach ginge, müsste ich hüpfen und springen wie ein Kind. Klingt esotherisch? Ist es aber nicht. Nicht umsonst sagt man „Stress sitzt mir im Nacken“ oder „Ich hab ein ganz schönes Päckchen zu tragen“. Manches sammelt sich über Jahre an, wird nicht gelöst und stattdessen festgehalten – auch in den Knochen.

Deshalb macht es für mich auch keinen Sinn, beim Orthopäden immer nur die Symptome behandeln zu lassen. Der gute Mann hat mir ernsthaft eine Schmerztherapie vorgeschlagen. Wenn man selbst das Gefühl hat, man ist schief und nichts im Körper am richtigen Platz, kommt man sich irgendwie veräppelt vor. Ich musste also ablehnen.

Was das alles jetzt mit Reisen zu tun hat? Ich bin der Empfehlung von guten Freunden gefolgt und habe einen kleinen Ausflug nach Köln gemacht zu einem Chiropraktiker, der mich mal so richtig durchrappelt. Und – weiß Gott – es hat gerappelt!

Gleichzeitig habe ich die Gelegenheit genutzt, um meine liebste Leni mal wieder zu treffen. Obwohl Köln ja nur ein gutes Stündchen von Bochum entfernt ist, schaffen wir es selten öfter als alle 3-4 Monate, uns zu sehen. Umso schöner ist es, dass ich meine Zeit gerade auch mal für spontane Treffen mit ihr nutzen kann. Außerdem mag ich die Stadt und finde, dass sie grundsätzlich immer eine Reise wert ist. Groß angeschaut habe ich mir diesmal allerdings nichts. Stattdessen habe ich mir die Wartezeit auf unser Treffen versüßt im zauberhaften Café Rotkehlchen auf der Venloer Straße 400 mitten in Ehrenfeld.

Hier werden nicht nur Tortenträume wahr!

Das kleine Café kommt mit einem rustikalen Charme daher, die bunten alten Fliesen am Boden bilden einen hübschen Kontrast zum freigelegten Mauerwerk, die Tische und Stühle sind genau so Vintage wie das Porzellan, auf dem die Speisen serviert werden. Es gibt eine gute vegetarische und vegane Auswahl und wöchentlich wechselnde Speisen. Dazu reichhaltig belegte Sandwiches in der Auslage und Torten. Erst im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass ich gar keine Fotos von diesem wirklich hübschen Laden gemacht habe, so verliebt war ich in meine Erdnussbuttercremetorte. Als absoluter Erdnuss-Addict für mich ein aboluter Tortentraum! Vom saftig-fluffigen Schokoboden bis hin zum Frosting mit knackigem Topping.

Erdnussbuttercremetorte im Café Rotkehlchen

Als Leni dann endlich dazu stieß sind wir nur wenige Häuser weiter ins gemütliche kleine MeiWok gezogen. Der Name verspricht nicht nur fernöstliche Köstlichkeiten, tatsächlich ist die Speisekarte der Hammer und dazu komplett vegan genau so wie die Getränkeauswahl von Bier bis Limo. Großes Kino!

Bestes Asia-Food, natürlich und ohne Zusätze!

Ob Sommerrolle, Asiasalat oder die hauseigene Zitronengras-Mischung – hier ist wirklich alles handgemacht und das schmeckt man auch. Besonders cool finde ich, dass man die Wahl hat zwischen weißem und braunem Reis. Wer es noch gesünder mag, kann die Rohkost-Variante verschiedenster Gerichte genießen und für Low-Carb-Fans gibt es statt Reis auch Zucchini-Nudeln oder Bluhmenkohl-Reis. Ich habe mich für die Nummer H5 (die hausgemachte Zitronengrasmischung) mit braunem Reis entschieden und war mehr als begeistert. Alles, was drin war, konnte man herausschmecken und jeder Löffel schmeckte nach mehr.

Hausgemachte Zitronengrasmischung im WokMei

Hausgemachte Zitronengrasmischung im MeiWok

Abgesehen davon, dass sich ein Ausflug nach Köln immer lohnt, wenn ich meine Leni treffen kann, war es diesmal auch kulinarisch ein kleines Highlight!

1 Kommentare

  1. Hi Ann-Kathrin,
    wie lustig, wir waren auch erst vor wenigen Tagen in Köln und waren bei MeiWok essen :D. Ich war allerdings ziemlich ausgehungert und war auch nach der Sommerrolle und der Suppe als Hauptspeise leider alles andere als satt XD. Meine Begeisterung hält sich ein bisschen in Grenzen, weil ich die Sommerrolle ganz schrecklich fand (die Suppe war lecker, aber so ganz ohne Kohlenhydrate wird man leider wirklich kaum satt davon…), aber wir werden auf jeden Fall noch mal hin und die anderen Sachen probieren, denn die sahen echt gut aus und rochen gut :D.
    Ich hoffe, dass es deinem Rücken bald viel besser geht und wir es wieder mal schaffen, uns zu treffen :).
    Liebe Grüße,
    Shia

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>